Aus dem Felsen geschlagen:

Die Geschichte von
Josef & Rosa

Ein Installateurgehilfe aus Lustenau. Eine junge Frau aus Lech mit acht Geschwistern und einem Bauernhof. Ein Blick, der alles veränderte. Josef Grabher verliebte sich in Rosa Wolf – und Rosa sich in diesen Dickschädel aus dem Unterland, der fortan nicht mehr von ihrer Seite wich. Sie heirateten, bekamen zwei Kinder. Dann kam der Krieg, und Josef verschwand in russischer Gefangenschaft. Als er zurückkehrte – abgemagert, aber unbeirrt – machte ein Nachzügler die Familie komplett. Und ein Traum bekam Konturen: ein eigener Betrieb, ein Zuhause für Gäste, mitten in Lech am Arlberg.

Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956

Wo andere Fundamente gießen, wurde hier Fels gehackt | 1956

Kein Bagger. Kein Kran. Kein Budget für Großes. Dafür Spitzhacke, Schaufel und Schubkarren. Josef und Rosa kauften ein Stück Land in Lech – auf einem riesigen Felsen. Was andere als Hindernis gesehen hätten, war für die beiden schlicht: Baumaterial. Schlag für Schlag, Stein für Stein entstand 1954 das erste Haus. Erdgeschoss und erster Stock, mehr ging vorerst nicht. Aber es war ihres. „Haus Lech" – die heutige Residenz Chesa Rosa – wurde buchstäblich aus dem Berg geboren. Mit bloßen Händen, unbändigem Willen und einer Portion Größenwahn, die nur echte Bergliebe erklären kann.

Rosa, von Gästen und Gatten liebevoll „Rösle" genannt, wurde zur Seele des Hauses. Wer einmal bei ihr übernachtete, kam wieder. Nicht wegen der Aussicht (obwohl die spektakulär war), sondern wegen dieses Gefühls: Hier ist jemand, der sich wirklich freut, dass Besuch kommt.

Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956

Von Kegelbahnen, Diskokugeln und dem Arlberg-Nachtleben | die wilden Jahre

1960 folgte ein zweites Gebäude – zunächst nüchtern als Materiallager und Mitarbeiterunterkunft geplant. Doch Josef hatte offenbar andere Pläne. Erst entstanden zwei Kegelbahnen, dann noch zwei, dann eine Diskothek. Lech am Arlberg tanzte, und die Wingelmayrs mischten mit. Die älteren Familienmitglieder lächeln noch heute verschmitzt, wenn die Sprache auf die langen Nächte von damals kommt. Details? Bleiben in der Familie.

In den 70er-Jahren wuchs aus diesem Gebäude schließlich das heutige Hotel Lech – Stockwerk für Stockwerk, Saison für Saison. Ein Winter lang stand der Rohbau als Gerippe im Schnee. Dann wurde weitergebaut. In Lech ist Geduld keine Tugend, sondern Überlebensstrategie.

Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956

Ein goldenes Emblem und zwei Häuser mit einer Seele

Im dritten Stock des Hotel Lech hängt ein goldenes Emblem. Kein Designerstück, kein Deko-Element. Es ist Josefs Liebesbeweis an seine Rosa – der stille Ursprung von allem, was dieses Traditionshotel am Arlberg heute ausmacht. Zwei Häuser, die wie Geschwister nebeneinanderstehen, Hauskante an Hauskante. Als Rosa viel zu früh erkrankte und starb, führte Josef beide Häuser noch acht Jahre allein weiter – bis 1980. Danach wurden sie unter den Kindern aufgeteilt. „Haus Lech" bekam einen neuen Namen: Chesa Rosa. Rätoromanisch für „Rosas Haus". Ein Name wie eine Umarmung.

Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956

Dritte Generation, gleiches Herzblut | der Familienbetrieb heute

Heute führt Andrea, die jüngste (aber größte) Tochter von Rosa und Josef, gemeinsam mit ihrem Mann Andreas das Hotel Lech und die Residenz Chesa Rosa in Lech am Arlberg. Dass ausgerechnet eine Andrea einen Andreas heiraten musste? Purer Zufall. Genau wie die Tatsache, dass die beiden – wie Rosa und Josef vor ihnen – exakt drei Kinder haben: Vreni, Valerie und Vinzenz.

Andrea hat den Blick fürs Detail von ihrer Mutter geerbt. Andreas hat alles technische von Josef gelernt. Zusammen verwandeln sie das Erbe in etwas, das sich nicht kopieren lässt: ein Familienhotel in Lech, in dem Tradition nicht verstaubt, sondern lebendig ist. In dem der Kamin lodert, die Couchen zum Versinken einladen und jeder Gast spürt, dass hier nicht eine Hotelkette grüßt, sondern eine Familie mit b'sundrig viel Bergliebe.

Und Fini, das Hundemädchen? Die schönste Mitarbeiterin am ganzen Arlberg. Zuständig für Begrüßung, Streicheleinheiten und Sympathiepunkte. Unbestechlich. Meistens.

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Ein Installateurgehilfe und eine Bauerntochter. Ein Felsen und ein Traum. Drei Generationen und zwei Häuser mit einer Seele. Manche Geschichten erzählt der Arlberg am besten selbst – am Kamin, mit einem Glas Wein.
Ein Installateurgehilfe und eine Bauerntochter. Ein Felsen und ein Traum. Drei Generationen und zwei Häuser mit einer Seele. Manche Geschichten erzählt der Arlberg am besten selbst – am Kamin, mit einem Glas Wein.
Ein Installateurgehilfe und eine Bauerntochter. Ein Felsen und ein Traum. Drei Generationen und zwei Häuser mit einer Seele. Manche Geschichten erzählt der Arlberg am besten selbst – am Kamin, mit einem Glas Wein.
Ein Installateurgehilfe und eine Bauerntochter. Ein Felsen und ein Traum. Drei Generationen und zwei Häuser mit einer Seele. Manche Geschichten erzählt der Arlberg am besten selbst – am Kamin, mit einem Glas Wein.

Zeitreise

~1950

Josef Grabher aus Lustenau verliebt sich in Rosa Wolf aus Lech

1956

Grundsteinlegung „Haus Lech" (heute Residenz Chesa Rosa) – aus dem Felsen geschlagen

1960

Zweites Gebäude: Materiallager, dann Kegelbahnen und Diskothek

1970

Ausbau zum heutigen Hotel Lech in Lech am Arlberg

1980

Nach Josefs Tod: Aufteilung unter den Kindern

~1980er

Umbenennung in „Chesa Rosa" – Rosas Haus

Heute

Andrea & Andreas Wingelmayr führen den Familienbetrieb in Lech am Arlberg

Zukunft

Vreni, Valerie & Vinzenz – die dritte Generation steht bereit

Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956
Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956
Geschichte Hotel Lech & Chesa Rosa | Familienbetrieb seit 1956
B’sundrig pausiert
Großes passiert.

Neue Webseite. Neues Logo. Kernsanierte Zimmer.
2026 ist ein b’sundrigs Jahr.

Es wird gerissen, gebohrt, gebaut. Dann wieder gebaut. Und ja, sogar gehängt.
Ein kompletter Revamp für neun Zimmer.

Eichenböden. Fußbodenheizung. Ignorierbare Zimmerwagen.
Wingis Design.

Das bedeutet auch: Das Haus bleibt diesen Sommer leider geschlossen.

ABER wir sind erreichbar. Immer!
Für Buchungen sowieso. Für Fragen auch. Für ein gutes Gespräch erst recht.
Ein Anruf geht immer. Mails sowieso.

Alsbald der letzte Handwerker die letzte Wand verputzt hat und der Schnee liegen bleibt, öffnen sich die Türen wieder.
Hoffentlich bauschuttfrei.

SEHR B’SUNDRIG. SEHR LECH.